Integration und Bildungsförderung durch Sport und Bewegung
Sport ist im Sinne einer ganzheitlichen Bildung von enormer Bedeutung für Kinder und Jugendliche. Sport vermittelt elementare Werte und Fertigkeiten, darunter Selbstvertrauen, Integration, Teamfähigkeit, Fairness, Disziplin, Respekt und Dialogfähigkeit. Sport und Bewegung erhöhen Lernfähigkeit, Aufmerksamkeit und Konzentrationsvermögen.
Mit dem Modellvorhaben sollen Integration und Bildung - im Sinne eines ganzheitlichen Bildungsansatzes - durch Sport und Bewegung gefördert werden. Gleichzeitig soll, aufbauend auf bereits bestehenden und erfolgreichen Kooperationen von Bildungseinrichtungen, Sportvereinen und der Kinder- und Jugendhilfe sowie durch Einbindung bisher relativ losgelöst laufender Anstrengungen eine neue Qualität der Vernetzung und eine abgestimmte Zusammenarbeit erreicht werden.
Gesundheit und Ernährung
Anlass des zweiten mit dem ersten gekoppelten Modellvorhaben ist ein Besorgnis erregender Anteil an Kindern mit Fehl- und Mangelernährung. Insbesondere viele Migrantenkinder aus dem Spessartviertel sind davon betroffen, u.a. aus Unkenntnis und als Folge einer zunehmenden Armutsproblematik (unzureichende Versorgung von Kindern über SGB II). Schlechte Ernährung bedeutet für die Kinder und Jugendlichen einen klaren Bildungsnachteil. Viele Familien im Soziale Stadt Gebiet haben zudem aufgrund kultureller Umstellungsschwierigkeiten, von Sprachproblemen und Analphabetentum Wissensdefizite im Hinblick auf die körperliche Entwicklung von Kindern sowie das Funktionieren des deutschen Gesundheitssystem und auf gesunde Ernährung.
Mit dem Modellvorhaben sollen über verschiedene kultursensible und zielgruppen spezifische Projekte den Eltern und Kindern Informationen über gesunde Ernährung und über Gesundheitsvorsorge nahe gebracht werden. Dabei wird vor allem dem Praxisanteil ein hoher Stellenwert eingeräumt.
Mehr Informationen finden Sie unter der Rubrik "In Bewegung".
HEGISS-Innovationen 2007
"HEGISS–Innovationen 2007 - NEUE PARTNERSCHAFTEN" ist ein ergänzendes Förderprogramm für die hessischen Standorten der „Sozialen Stadt".
Gefördert werden können Modellvorhaben in den Handlungsfeldern Bildung/Schule/Jugendhilfe, Beschäftigung/Lokale Ökonomie und Nachbarschaftliches Zusammenleben insbesondere dann, wenn sie zudem neue tragfähige Partnerschaften mit wichtigen, bislang noch nicht ausreichend involvierten Akteursgruppen bilden.
Auslober des Förderprogramms ist das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung im Rahmen der Bund-Länder-Gemeinschaftsinitiative Soziale Stadt. Die Ausschreibung des Wettbewerbs als auch die Auswahl der Projekte erfolgt in enger Abstimmung mit dem Hessischen Ministerium des Innern und für Sport, dem Hessischen Kultusministerium sowie dem Hessischen Sozialministerium.
Erfolgreiche Bewerbung durch Teamarbeit
Dietzenbach war mit zwei Anträgen an dem HEGISS-Wettbewerb beteiligt und konnte mit beiden bei den beteiligten Ministerien und der Jury punkten. Ende des Jahres 2007 bewilligte das Ministerium die beantragten Fördergelder und gab damit das Startsignal für den Beginn im neuen Jahr.
Vater und Mutter des Erfolges war die Teamarbeit von engagierten VertreterInnen aus Stadt- und Kreisverwaltung, Vereinen, Kitas, Schulen und Stadtteilgruppen. Unter der Federführung des Quartiersmanagers Jan Thielmann gelang es innerhalb kurzer Zeit zwei umfangreiche Anträge zu konzipieren, die offenbar überzeugen konnten.
Auch in der nun anstehenden Umsetzung soll auf breiter Basis weiter gearbeitet werden.

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