Kurzfassung des Modellvorhabens
Anlass des Modellvorhabens ist ein Besorgnis erregender Anteil an Kindern mit Fehl- und Mangelernährung. Insbesondere viele Migrantenkinder aus dem Spessartviertel sind davon betroffen, u.a. aus Unkenntnis und als Folge einer zunehmenden Armutsproblematik (unzureichende Versorgung von Kindern über SGB II). Entsprechende Erfahrungsberichte aus der Hausaufgabenhilfe, der Starken-Kids-Gruppe und den Kitas belegen, dass zahlreiche Kinder und Jugendliche ohne ausreichendes Frühstück und Mittagessen von ihren Eltern in die Einrichtungen geschickt werden. Schlechte Ernährung bedeutet für die Kinder und Jugendlichen einen klaren Bildungsnachteil (Konzentrationsprobleme, krankheitsbedingte Fehlzeiten in der Schule). Viele Familien im Soziale Stadt Gebiet haben zudem aufgrund kultureller Umstellungsschwierigkeiten, von Sprachproblemen und Analphabetentum Wissensdefizite im Hinblick auf die körperliche Entwicklung von Kindern sowie das Funktionieren des deutschen Gesundheitssystem und auf gesunde Ernährung.
Mit dem Modellvorhaben sollen über verschiedene kultursensible und zielgruppen spezifische Projekte den Eltern und Kindern Informationen über gesunde Ernährung und über Gesundheitsvorsorge nahe gebracht werden. Dabei wird vor allem dem Praxisanteil ein hoher Stellenwert eingeräumt.
Über die Ausbildung von kultursensiblen MultiplikatorInnen, Erfahrungsaustausch und die Begleitung durch einen Runden Tisch als Diskussions- und Vernetzungsplattform sollen sich die Modellprojekte als Regelbetrieb entwickeln und auf weitere Einrichtungen ausgedehnt werden.
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